Diese Seite widmet sich der spekulativen Philosophie G.W.F. Hegels und seiner Fortführung durch Karl Marx und Reinhold Oberlercher. Hier wird der ganze Bau des Hegelschen Systems nachvollzogen. Der eigentliche rote Faden ist die R. Oberlercher-Lesart. Die Idee, daß man an einzelne Hegelsche Kategorien oder Begriffe andockt, um daraus eigene Einzelwissenschaften horizontal abzuleiten, unterscheidet diese Seite von anderen Hegel-Seiten. Diese begriffslogische Fortführung in der Tradition des teutonisch deduktiven Denkstils nennt R. Oberlercher den Neuen Deutschen Idealismus.
Diese Seite ist aus meinen Notizen entstanden, ohne daß eine Veröffentlichung geplant war. Sie versteht sich nicht als journalistischer Beitrag, sondern als Dokumentation meiner eigenen Arbeit zur Erschließung und formalen Strukturierung der Denksysteme von Hegel, Marx und Oberlercher. Die Untersuchung erfolgt aus rein formal-logischem und philosophischem Interesse.
Hinweise zur Struktur der Texte
Auf dieser Seite gibt es ein Glossar für die schwierige Terminologie.
Am Ende jedes Artikels finden sich Rückverweise (Texte, die auf diesen Beitrag verweisen) sowie ausgehende Links (Texte, auf die dieser Beitrag verweist). Auf diese Weise wird sichtbar, wie die einzelnen Gedanken und Begriffe ineinander greifen und im Ganzen des Systems stehen.
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- Hegels Philosophie EinleitungDer Text erläutert Hegels Verständnis des Denkens als Wissenschaft und den Aufbau seines Systems der Idee, einschließlich Fragen der Formalisierung. Er bezieht Schriften Reinhold Oberlerchers ein und … Weiterlesen
- Naturphilosophie EinleitungNaturphilosophie als mittlerer Teil des Systems der Wissenschaft wird hier knapp eingeführt und im Verhältnis zur Logik und Naturphilosophie als mittlerer Teil des Systems der Wissenschaft wird … Weiterlesen
- Die Philosophie des Geistes: EinleitungDer Text umreißt Grundbestimmungen der Philosophie des Geistes und seine Bewegung von der Natur zur Selbständigkeit. Er behandelt Idealität, Ich, Schmerz und Böses sowie Offenbarung. Der Schein, … Weiterlesen
- Die Arbeitskraft im Deutschen IdealismusDer Deutsche Idealismus ist das Denken des Apriori von Arbeitskraft zum Arbeitsprozeß und läßt sich rückblickend als Erkenntnistheorie lesen. Die Analyse reicht von der Arbeitskraft zum Arbeitsprozeß … Weiterlesen
- Wesenslogik EinleitungDie Ausführungen geben einen prägnanten Überblick über Hegels Wesenslogik, ihre Kategorien und ihre dialektische Bewegung. Zudem werden die große und die kleine Logik gegenübergestellt und zentrale Reflexionsverhältnisse … Weiterlesen
- Hegel in 20minDie folgende Zusammenfassung bietet einen strukturierten Überblick über Hegels Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften und die Entwicklung des Denkens, wie sie in der Logik, Natur- und Geistesphilosophie dargestellt … Weiterlesen
- Das Kapital vollendet & formalisiertDer Beitrag resümiert Marx’ Kapital nach R. Oberlercher zu einer Begriffsschrift, ordnet es in das Hegelsche System und den Deutschen Idealismus ein und klärt sein Verhältnis zu … Weiterlesen
- Was ist Geist?Hegel spricht oft vom Geist in verschiedenen Bedeutungen, aber der eigentliche, präzise gefaßte Begriff des Geistes ist: Der Begriff des Begriffs. Was heißt das? Warum ist das wichtig? Geist … Weiterlesen
- Hegel – Alles, was du wissen mußtDer folgende Beitrag bietet einen umfassenden Einblick in Hegels spekulative Philosophie, ihren Denkstil und ihre Bedeutung für das Verständnis des Absoluten sowie die Entwicklung der abendländischen Philosophie. … Weiterlesen
- Phänomenologie des Geistes EinleitungIn der Phänomenologie des Geistes entwickelte Hegel eine Erkenntnistheorie, in der er die verschiedenen Erscheinungsformen des menschlichen Bewußtseins untersucht. In diesem Bewußtseinsprozeß sind die lebendige Arbeit selbst, … Weiterlesen
- Oberlerchers BegriffsschriftViele Beiträge auf diesem Blog verwenden die Begriffsschrift, mit der Reinhold Oberlercher das Hegelsche System, Marx‘ Kapital und sein eigenes System formalisiert hat. An dieser Stelle möchte … Weiterlesen
- Die vier intellektuellen Stile von Johan GaltungJohan Galtung (1930–2024) nutzte den Begriff teutonischer Stil in seinem Essay „Struktur, Kultur und intellektueller Stil“ (1983), um einen spezifischen, insbesondere deutschsprachigen, wissenschaftlichen und intellektuellen Geisteshaltung zu charakterisieren. Insgesamt unterscheidet er zwischen … Weiterlesen
G.W.F. Hegel
G.W.F. Hegel begründet die Wissenschaft aus dem Begriff und und liefert damit eine Grammatik zum Absoluten des menschlichen Denkens. Der Begriff bestimmt seinen Inhalt und seine Wahrheit aus sich selbst – vom reinen Sein bis zur absoluten Idee. Hegel hat die Sackgassen der Kant’schen Philosophie überwunden. Denken ist nicht eine rein subjektive Äußerung, sondern die Bewegung der Sache selbst. Dabei begreift Hegel das Wahre als das Ganze, welches als Resultat eines notwendigen Entwicklungsprozesses erst am Ende vollständig bei sich selbst angekommen ist. Der Motor dieser Bewegung ist die Macht des Negativen durch welche der Geist seine Entfremdung überwindet und zur absoluten Freiheit gelangt.
K. Marx
K. Marx wird hier nicht als politischer Marx gelesen, sondern als jemand, der mit der Kapital-Theorie „aus dem Begriff der Ware” ein System der Marktwirtschaft ableitete und genau damit Hegel bestätigte. Marx hat zudem den Begriff der Arbeitskraft vollständig herausgearbeitet und von seinen idealistischen Vorstufen befreit.
R. Oberlercher
R. Oberlercher beansprucht eine Fortführung und Weiterentwicklung des Deutschen Idealismus, bei der aus einer einzelnen hegelschen Kategorie eine eigenständige, in sich geschlossene Einzelwissenschaft abgeleitet wird. Oberlercher beginnt sein philosophisches System mit dem „Nichts“ (der zweiten Kategorie bei Hegel) und treibt dieses in die Horizontalentfaltung. In seiner „Philosophie der Mathematik“ leitet er alle mathematischen Operationen aus dem einfachen Begriff der Zahl ab.
Die Marx’sche Kapital-Theorie hat Oberlercher formalisiert und durch die Ableitung der Klassen und der Weltmarkttheorie systematisch zu Ende geführt. Damit wurde das Marx’sche Fragment als exakte Marktwirtschaftslehre in ein geschlossenes System gebracht und zu Ende geführt. Daraus folgt politisch eine Volkswirtschaft, die als Nationalökonomie, offen oder geschlossen steuerbar bleibt. Das kommunistische Manifest bleibt mit Marx‘ Kritik der politischen Ökonomie, die von den Begriffen Recht und Freiheit ausgeht, unvereinbar.
Alle drei leiten ein ganzes System aus einem einzigen Elementarbegriff ab, der sich selbst entfaltet – nicht aus Empirie, Geschichte oder Erfahrung, sondern begriffslogisch. Marx und Oberlercher setzen dabei an einer Systemstelle ihres Vorgängers an.
Mehr dazu in Die nihilistische Spezial-Metaphysik und ihre nihillogischen Operatoren
Zusammenfassungen
- Phänomenologie des Geistes Zfsg.Die Grundstruktur bildet die Unterscheidung von Bewußtsein, Selbstbewußtsein und Vernunft. Innerhalb dieser grundlegenden Formen des Bewußtseins kann man unterscheiden, was sie an sich selbst sind und wie sie die Welt begreifen, … Weiterlesen
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- Naturphilosophie Zfsg.Der Text faßt Hegels Naturphilosophie als Entwicklung der Idee im Außersichsein zusammen und ordnet ihre drei Hauptteile Mechanik, Physik und Organik ein. Ein Zitat von Hans Peter … Weiterlesen
- Wesenslogik Zfsg.Dieser Beitrag faßt Hegels Wesenslogik zusammen, die er als den schwierigsten Teil der Wissenschaft der Logik bezeichnet. Er skizziert die Bewegung von Wesen, Erscheinung und Wirklichkeit bis … Weiterlesen
- Qualität Zfsg.In diesem Text möchte ich nun mit dem Abschluß der Kategorie der Qualität die Entfaltung der Kategorie des abstrakten Seins bis zum Fürsichsein zusammenfassen. Hegels Idealismus und … Weiterlesen
- Seinslogik Zfsg.Der Text umreißt die Seinslogik Hegels mit ihren Kategorien und Übergängen sowie das Verhältnis von Qualität, Quantität und Maß. Zugleich wird die methodische Bewegung der Begriffe bis … Weiterlesen